EU-Drohnenverordnung und deutsche Luftverkehrsordnung 2021:
Ratgeber – Was sich für Sie ändert!

Seit Ende Dezember 2020 hat sich für UAV-Piloten einiges geändert: die neue EU-Drohnenverordnung hat Anwendung gefunden, um die Regeln für die unbemannte Luftfahrt europaweit zu vereinheitlichen. Das bringt in der Praxis viele Vorteile, die uns das Arbeiten (vor allem das länderübergreifende) deutlich erleichtern. An anderer Stelle ist es allerdings auch etwas undurchsichtiger geworden: bei den neu erschaffenen Kategorien, Klassen, Szenarien – und damit für viele die auftauchende Frage „was benötige ich nun eigentlich für meinen Zweck“? Auf Basis dieses europaweiten Regelwerks sollten nun auch die nationalen Gesetze der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten angepasst bzw. neu formuliert werden. In Deutschland gilt daher seit dem 15.06.2021 die neue Luftverkehrs-Ordnung für Drohnen – hier teilweise auch mit zusätzlichen Übergangsfristen, die beachtet werden müssen.

Nachfolgend geben wir Ihnen einen Überblick über die derzeit gültigen Gesetze und Regelungen, zeigen Ihnen, welche Lizenzen („Drohnenführerscheine“) für verschiedene Einsatzbereiche und Drohnenarten nötig sind und erläutern die aktuell laufenden Übergangsfristen!

DIE WICHTIGSTEN FAKTEN:

Die neue EU-Drohnenverordnung hat mit Beginn des Jahres 2021 die bisher gültigen deutschen Drohnengesetze abgelöst und gilt für alle – egal ob private oder berufliche – UAV-Piloten. Allerdings hier und da mit diversen Übergangsfristen.

Da Drohnen aus technischer Sicht als Luftfahrzeuge gelten, besteht für Copter in Deutschland eine Versicherungspflicht (Drohnen-Haftpflicht). Bitte beachten Sie hierbei Vorgaben wie Deckungssumme, Anwendungsbereiche und versicherte Piloten. Die gesetzeskonforme Versicherungsbestätigung muss bei jedem Einsatz mitgeführt werden und ist Voraussetzung, sich als Drohnenbetreiber beim Luftfahrtbundesamt registrieren zu können.

Jeder Drohnenbetreiber/-besitzer (nicht Pilot!) muss sich beim Luftfahrtbundesamt (LBA) registrieren und bekommt eine „e-ID“ zugewiesen, die er auf seinen Fluggeräten anbringen muss (außer bei Drohnen < 250 g und ohne Kamera). Vorsicht: Nicht selten wird diese e-ID mit der Fernpiloten-ID verwechselt, die jedem Piloten zugewiesen wird, sobald er die Prüfung zum kleinen EU-Drohnenführerschein A1/A3 erfolgreich abgelegt wurde! Sobald C-klassifizierte Drohnen auf den Markt kommen, muss die e-ID zusätzlich in deren System zur Fernidentifizierung geladen werden.

Das gesetzliche Mindestalter für das Steuern einer Drohne beträgt 16 Jahre. Ausnahmen bilden Spielzeugdrohnen gemäß EU-Spielzeugrichtlinie, wenn unter Aufsicht einer Person geflogen wird, die die o.g. Voraussetzungen erfüllt, sowie Eigenbaudrohnen unter 250 g.

Auch auf die Hersteller wartet jede Menge Umrüstarbeit, da neue Drohnen in Zukunft bereits werkseitig in verschiedene Klassen unterteilt werden müssen, je nach Gewicht und Ausstattungsmerkmal.

Grundsätzlich gibt es nun drei Kategorien, in denen sich UAV-Steuerer bewegen: Offen, Speziell und Zertifiziert. Auf diese Kategorien werden die verschiedenen Drohnenklassen aufgeteilt.

Die maximal erlaubte Flughöhe wurde von 100 Meter auf 120 Meter angehoben, zudem sind nun bei entsprechender Beleuchtung auch Nachtflüge erlaubt.

Seit 2021 gibt es zwei „Drohnenführerscheine“, wir klären Sie auf, was Sie für welchen Anwendungszweck benötigen und inwiefern Ihre alten Drohnenführerscheine heute noch verwendet werden können.

Da der überwiegende Großteil von Ihnen noch innerhalb der offenen Kategorie (f)liegt, möchten wir hier auch nur diese in ihren verschiedenen Formen genau durchleuchten. Die spezielle und die zertifizierte Kategorie sind zu umfangreich und vielfältig, um sie allgemeingültig darzustellen, Sie finden aber hierzu ausführliche Infos bei den zuständigen Luftfahrtbehörden.

Ausführlichere Infos rund um die neue EU-Drohnenverordnung und die nationalen Regelungen finden Sie auf der „Digitalen Plattform Unbemannte Luftfahrt“ sowie in den FAQs des LBA.

KATEGORIEN:

Je nach Drohnengewicht, Einsatzart und Ausstattungsmerkmalen ist der Flugbetrieb in drei verschiedene Kategorien unterteilt.

In der offenen Kategorie – in die die meisten Anwender (sowohl privat als auch beruflich) fallen – sind keine zusätzlichen Genehmigungen oder Betriebserklärungen erforderlich. Dennoch gibt es einige Vorgaben, die vor dem Fliegen erfüllt sein müssen, unter anderem der passende Drohnenführerschein.

Auf specific und certified gehen wir hier nur am Rande ein und konzentrieren uns auf die meistgenutzte offene Kategorie.

DIE  OFFENE  KATEGORIE und ihre Unterteilungen:

Die offene Kategorie teilt sich in die drei verschiedenen Unterkategorien A1 bis A3 auf. In diesen Kategorien dürfen Drohnen der Klassen C0 bis C4 betrieben werden.  Die maximal erlaubte Flughöhe wurde von bisher 100 Meter auf 120 Meter angehoben, zudem sind nun auch Nachtflüge erlaubt (bei entspr. Beleuchtung). Je nach Art des jeweiligen UAS-Einsatzes muss der Pilot/Betreiber verschiedene Auflagen erfüllen, um genehmigungsfrei starten zu können:

DROHNENFÜHRERSCHEIN – Die Lizenzen

Anhand der oben dargestellten Kategorien und Einsatzbedingungen entscheidet sich, welche Lizenz („Drohnenführerschein“) Sie benötigen:

EU-Kompetenznachweis (A1/A3)

(„kleiner Drohnenführerschein“)

Onlinetraining und Onlineprüfung beim LBA mit 40 Multiple-Choice-Fragen.
9 Fachgebiete: Flugsicherheit, Luftraumbeschränkungen, Luftrecht, Menschliches Leistungsvermögen und dessen Grenzen, Betriebsverfahren, allg Kenntnisse zu UAS, Schutz der Privatsphäre und der Daten, Versicherungen, Luftsicherheit.
Bestanden bei mind. 75 Prozent korrekten Antworten.

EU-Fernpilotenzeugnis (A2)

(„großer Drohnenführerschein“)

Voraussetzung:
bereits vorhandene A1/A3-Lizenz + Erklärung über praktisches Selbsttraining!

Zusätzliche Präsenz- oder Onlineprüfung bei einer benannten Prüfstelle mit 30 Multiple-Choice-Fragen.
Fachgebiete: Meteorologie, UAS-Flugleistung, Minderung von Risiken am Boden.

Training und Prüfung zu A1/A3 können seit 31. Dezember 2020 online beim LBA absolviert werden.

Das Lehrmaterial und das Training sorgen für das nötige Basiswissen und bereiten bestens auf die Prüfung vor. Für die Ausstellung des EU-Kompetenznachweises A1/A3 erhebt das LBA einmalig 25€. Die Prüfung kann beliebig oft absolviert werden. Der neu erworbene EU-Kompetenznachweis (A1/A3) hat ebenso wie das EU-Fernpiliotenzeugnis (A2) eine Gültigkeit von 5 Jahren.

Achtung: Wenn Ihre Kenntnisnachweise nach altem deutschen Recht noch nicht abgelaufen sind, gelten Sie in einer Übergangszeit bis zum 31.12.2022  weiter. Der alte Kenntnisnachweis gilt dabei zum Betrieb einer Drohne in der Unterkategorie A3. In Kombination mit dem EU-Kompetenznachweis A1/A3 und einer praktischen Selbsterklärung ist er mit dem EU-Fernpilotenzeugnis A2 gleichzusetzen und berechtigt den Betrieb in der Unterkategorie A2. Bitte beachten Sie, dass diese Regelung nur bis Ende des Jahres gültig ist und kümmern Sie sich frühzeitig um Ihre benötigten Nachweise.

Fliegen in der SPEZIELLEN Kategorie:

Für den Betrieb in der speziellen Kategorie bzw. das Erlangen des LUC-Zertifikats müssen anwendungsspezifische Nachweise eingereicht werden, zum Beispiel:

  • Wartung von Fluggeräten
  • Demonstration von Flugmanövern mit einem Starrflügler
  • Durchführung eines praktischen Übungsfluges, auf bestimmte Szenarien angepasst

Der Betrieb in der speziellen Kategorie muss mit einer Operationsbeschreibung beantragt werden, inklusive Risikoanalyse nach SORA-GER.

Alternativ gibt es zwei eingerichtete Standardszenarien, nach denen geflogen wird:

  • Standardszenario 1 (STS1) – Drohnenklasse C5:
    VLOS; max. 5 m/s; kontrollierter Bodenbereich (Flugzone, Notfallzone, Pufferzone), Lizenz A1/A3 + A2 + prakt. Training STS1
  • Standardszenario 2 (STS2) – Drohnenklasse C6:
    BVLOS (bei Start/Landung VLOS); 5 km Flugsicht; max. 50 m/s; kontrollierter Bodenbereich (dünn besiedelt, max-range: 1 km ohne Visual Operator / 2km mit VO);  Lizenz A1/A3 + A2 + prakt. Training STS1 + Upgrademodul STS2

BESTANDS-DROHNEN: was passiert mit nicht „zertifizierten Alt-Coptern?

Die Hersteller sollten mit Start der EU-Verordnung 2021 alle neu produzierten (und den Richtlinien entsprechenden) Drohnen mit einem Label versehen, das die Klasse (C0 bis C6) angibt. Bereits im Umlauf befindliche Copter ohne dieses Label gelten als sogenannte „Bestandsdohnen“.

Problem: Leider fehlen aktuell noch die rechtlichen Grundlagen und Bestimmungen, damit Hersteller diese Label auf ihren Produkten anbringen dürfen. Somit sind auch im Frühjahr 2022 noch immer keine klassifizierten Drohnen auf dem Markt erhältlich. Damit Copterpiloten trotzdem ungehindert ihrer Arbeit nachgehen können, mussten neue nationale Übergangsregelungen erarbeitet werden, die wie folgt gültig sind:

Ursprünglich hatte die Gesetzgebung festgelegt, dass Bestandsdrohnen NICHT von den Herstellern nachzertifiziert werden können. Nach monatelangem Druck einiger großer Hersteller soll es nun wohl doch möglich werden, entsprechend nachgerüstete Drohnen mit einem C-Label zu versehen. Wie das genau ablaufen soll und welche Kosten auf Hersteller und/oder Kunden zukommen, ist aktuell noch nicht bekannt.

Die (neue) deutsche Luftverkehrsordnung vom 15.06.2021

Auf Basis der EU-Drohnenverordnung sollten auch die nationalen Gesetze der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten angepasst bzw. neu formuliert werden. In Deutschland gilt daher seit dem 15.06.2021 die neue Luftverkehrs-Ordnung für Drohnen, wodurch EU-Vorgaben in Deutsches Recht umgesetzt wurden. Dabei sind einige zusätzliche Erleichterungen für das Fliegen in Kraft getreten sind. Besonders interessant ist dabei der Artikel §21h, in dem Abstandsregelungen definiert werden:

Flugplätze und Flughäfen

Liegen Ihre Einsatzgebiete innerhalb von 1,5 km um Flugplätze, so musste früher noch die Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörde eingeholt werden. Mit dem neuen Gesetz reicht es nun schon aus, wenn wir die Genehmigung des jeweiligen Betreibers besitzen. Hier empfiehlt sich ohnehin ein enger Kontakt und Austausch mit den entsprechenden Flugplätzen in Ihrer Region. Bei Flughäfen gilt ein seitlicher Mindestabstand von 1 km. Hier wurde aber noch zusätzlich ein Sicherheitskorridor geschaffen, der die An- und Abflugbereiche um je 5 km verlängert, sodass hier mit erheblichem Mehraufwand zu rechnen ist, wenn in diesem Bereich Ihr Einsatzgebiet liegt.

Wohngebiete und Wohngrundstücke

In der Kategorie Open A3 ist ein Abstand von 150 m festgelegt, wohingegen in den Kategorien A1 und A2 kein Mindestabstand besteht. Dennoch kann man nicht willkürlich mit einer kleinen Drohne über Wohngebiete hinwegfliegen. An dieser Stelle schließt die deutsche LuftVO mit entsprechenden Ausnahmeregelungen an: Nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Eigentümers oder sonstigen Nutzungsberechtigten ist ein Überflug erlaubt.
Weiterhin dürfen Wohngebiete und Wohngrundstücke in einer Höhe von 100 – 120 m überflogen werden, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • ein berechtigtes Interesse vorliegt (Auftrag)
  • und öffentliche Flächen nicht genutzt werden können
  • und das Einholen der Genehmigungen nicht zumutbar ist (große Wohnblöcke)
  • und der Betrieb zwischen 6:00 – 22:00 Uhr stattfindet
  • und die Privatsphäre gewahrt bleibt und Betroffene soweit möglich informiert werden
  • und keine Lärmbelästigung stattfindet

Bundesfernstraßen, Bahnanlagen und Bundeswasserstraßen

Verlaufen Bundesstraßen, Autobahnen oder Bahntrassen durch Ihr Einsatzgebiet, so musste zu diesen Infrastrukturen bisher ein Abstand von 100 m eingehalten werden. Dadurch waren Einsätze ohne aufwändige Sondergenehmigungen bisher nicht möglich. Mit dem neuen Gesetz kann hierbei allerdings die sogenannte 1:1-Regel angewandt werden, bei der die Flughöhe stets dem seitlichen Abstand entsprechen muss. So kann zum Beispiel eine Wiese nahe einer Bahnstrecke problemlos in 20 m Höhe abgeflogen werden, wenn ein Abstand von 20 m eingehalten wird. Auch Bundeswasserstraßen dürfen ab 100 m Höhe auf kürzestem Weg zur Querung überflogen werden, solange keine Schiffe oder Schifffahrtsanlagen überflogen werden.

Naturschutzgebiete

Das Fliegen in Naturschutzgebieten war bisher verboten bzw. nur mit Ausnahmegenehmigungen möglich. Dank des neuen Gesetzes ergeben sich auch hier zahlreiche neue Möglichkeiten, wenn der Überflug über dem betroffenen Schutzgebiet zur Erfüllung des Zwecks unumgänglich erforderlich ist. Ein Überfliegen aus Freizeitgründen ist hierbei nicht zulässig – vielmehr muss der Fernpilot den Schutzzweck des betroffenen Schutzgebietes kennen und eine Flughöhe von mind. 100 m eingehalten werden. Bei niedrigeren Flughöhen können Genehmigungen von der Naturschutzbehörde eingeholt werden.

Sonstige Abstände (Auszug)

Solange keine ausdrückliche Zustimmung vorliegt, gelten weitere Abstandsregeln von 100 m bei:

  • Begrenzung von Industrieanlagen
  • Justizvollzugsanstalten
  • Einrichtungen des Maßregelvollzugs
  • militärischen Anlagen und Organisationen
  • Anlagen der zentralen Energieerzeugung und Energieverteilung
  • Verfassungsorgane des Bundes oder der Länder
  • oberste und obere Bundes- oder Landesbehörden
  • diplomatische und konsularische Vertretungen
  • Liegenschaften von Polizei und anderen Sicherheitsbehörden
  • Krankenhäusern
  • Unfallorten und Einsatzorten von Behörden
  • Freibädern, Badestränden und ähnlichen Einrichtungen

Ist ein Flug nach den entsprechenden Regelungen nicht möglich, so kommt automatisch nur die spezielle Kategorie in Frage.

Was bedeutet die Übergangsregelung in der Praxis für IHR individuelles Einsatzgebiet?

FREIZEITFLUG --- DJI Mavic Mini u. andere Drohnen < 250 g

Kategorie:
A1

Erlaubt:
nah an Menschen

Anforderungen an den Piloten:
Nur Handbuch lesen, bei Drohnen unter 250 Gramm benötigen Sie keinen Drohnenführerschein!

FREIZEITFLUG --- DJI Mavic Air 2 /M2P / P4 / Enterprise und weitere Drohnen < 2 kg

Kategorie/n:
A1/A3

Erlaubt:
nah an Menschen in A1 bei < 500 g
weit von Menschen in A3 bei > 500 g

Anforderungen an den Piloten:
Handbuch, Onlinetraining, Onlineprüfung = Lizenz A1/A3

REHKITZSUCHE --- DJI Mavic 2 Enterprise Advanced (909 g)

Kategorie:
A3

Erlaubt:
weit von Menschen; Mindestabstand zu Wohn- und Gewerbegrundstücken > 150 m

Anforderungen an den Piloten:
Handbuch, Onlinetraining, Onlineprüfung (Lizenz A1/A3)

REHKITZSUCHE --- Yuneec H520 (< 2 kg)

Kategorie:
A3

Erlaubt:
weit von Menschen
, Mindestabstand zu Wohn- und Gewerbegrundstücken > 150 m

Anforderungen an den Piloten:
Handbuch, Onlinetraining, Onlineprüfung (Lizenz A1/A3)

HALDEN- & STEINBRUCHVERMESSUNG --- DJI P4 RTK / P4 Pro V2 / P4P Plus V2 (< 2 kg)

Kategorie:
A3

Erlaubt:
weit von Menschen
, Mindestabstand zu Wohn- und Gewerbegrundstücken > 150 m

Anforderungen an den Piloten:
Handbuch, Onlinetraining, Onlineprüfung (Lizenz A1/A3)

BONITURWESEN --- DJI M200 / M210 / M210 RTK / M300 / M600 / XR6 (< 25 kg)

Kategorie:
A3

Erlaubt:
weit von Menschen
, Mindestabstand zu Wohn- und Gewerbegrundstücken > 150 m

Anforderungen an den Piloten:
Handbuch, Onlinetraining, Onlineprüfung (Lizenz A1/A3)

VERMESSUNG / KITZSUCHE --- Trinity F9 / F90+, DJI M2EA / M200 / M210 /M210 RTK / M300 / M600 / XR6 (< 25 kg)

Kategorie:
A3

Erlaubt:
weit von Menschen
, Mindestabstand zu Wohn- und Gewerbegrundstücken > 150 m

Anforderungen an den Piloten:
Handbuch, Onlinetraining, Onlineprüfung (Lizenz A1/A3)

VERMESSUNG --- DJI P4 RTK / P4P Plus V2 (< 2 kg)

Kategorie:
A2

Erlaubt:
bis zum 31.08.2022 zu gewerblichen Zwecken 30 m Abstand zu Menschen und bis zu 5 m im Langsamflugmodus (unter Einhaltung der 1:1-Regel)

Anforderungen an den Piloten:
Handbuch, vorhandene Lizenzen A1/A3 sowie A2, Theorieprüfung (Präsenz), Praxis- und Selbsterklärung

VERMESSUNG --- Trinity F9 / F90+, DJI M200 / M210 / M210 RTK /M600 / XR6 (> 4 kg) --- Näher an Menschen

In dieser Kombination kann zumeist nicht mehr in der offenen Kategorie geflogen werden, der Einsatz fällt in die spezielle Kategorie.

Was passiert mit meinem bisherigen Kenntnisnachweis?

Keine Sorge – wir haben eingangs die Übergangsfristen erwähnt. Genau hier kommen diese zum Tragen, und damit zur guten Nachricht:

Der bisherige Kenntnisnachweis ist grundsätzlich mit einer Übergangsfrist bis zum 31.12.2022 gültig!
Erst ab 2023 sind nur noch die neuen EU-Lizenzen gültig.

Der alte Kenntnisnachweis kann in den EU-Kompetenznachweis (A1/A3) umgewandelt werden, mit der bisherigen Restgültigkeitsdauer. Dies wird vom LBA allerdings ausdrücklich nicht empfohlen, u.a. aufgrund bürokratischer und zeitlicher Faktoren. Einfacher, schneller und respektive kostengünstiger soll es sein, den Kompetenznachweis A1/A3 per Onlinetraining und Onlinetest neu zu erwerben.

Gut zu wissen: bei der Nutzung von Bestandsdrohnen bis 2 kg wird der alte nationale Kenntnisnachweis in Verbindung mit dem neuen Kompetenznachweis A1/A3 und einer Selbsterklärung über praktisches Training übergangsweise (bis Ende 2022) als gleichwertig zum Fernpilotenzeugnis A2 anerkannt!

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